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Mehr Ausbildungsbetriebe, mehr Wettbewerb

Der AusbildungsmarktFür junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, wird es enger. Zwar bilden immer mehr Unternehmen aus, aber weniger Auszubildende werden eingestellt.

Bei 87 Prozent der befragten Unternehmen finden Berufseinsteiger einen Ausbildungsplatz, das sind rund sieben Prozent mehr als in der Vorjahresbefragung. Während 2009 von durchschnittlich 236 Bewerbern 21 angenommen wurden (9 %), so sind es in diesem Jahr bei 233 Interessierten 14 erfolgreiche Bewerber (6 %). Nach wie vor sind Banken und Versicherungen die am stärksten nachgefragten Ausbilder. Entsprechend groß ist auch der Andrang auf eine Stelle. Bei den großen Privatbanken muss sich ein Bewerber in der Regel gegen 50 weitere Interessenten behaupten, circa zwei Prozent sind erfolgreich. Etwas besser stehen die Chancen bei den Sparkassen (8 %) und Genossenschaftsbanken (6 %). Die Personalverantwortlichen prognostizieren, dass die Zahl der Bewerber in Zukunft gleich bleibt, doch dass sich bei weniger Stellenangeboten der Wettbewerb verschärft.

Die Ausbildungsinhalte bleiben auch nach der Finanzkrise weitestgehend unverändert. Gleichwohl legt man deutlich stärker als im Vorjahr einen Schwerpunkt auf Werte und Leitbilder und achtet auf fachliche und soziale Qualifikation. Denn: Fast jeder dritte Befragte räumt ein, dass die Branche infolge der Krise einen Vertrauensverlust spüre. Dem möchte man auch durch geeignetes Personal begegnen. Ausbildungsverantwortliche betonen 2010 die Bedeutung von Kundenorientierung und die Relevanz von Regeln und Gesetzen. Noch stärker auf Kundenbedürfnisse eingehen und weniger auf Risiko setzen ist die Devise.

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